Sehr viele Anleger besitzen Anteile von offenen Immobilienfonds – und ärgern sich darüber mächtig, weil viele dieser Fonds derzeit keine Anteile zurücknehmen. Das heisst: Der Kunde kann sie nicht zu Geld machen – es sei denn, er verkauft sie mit schmerzhaften Abschlägen an der Börse.
Insgesamt sind in Deutschland zehn Immobilienfonds mit einem verwalteten Vermögen von über EUR 25 Mrd. geschlossen:
Weder institutionelle noch private Investoren kommen dort an ihr Geld. Ein bedeutender Grund für die Verlängerung ist, dass die gesetzliche Lage nach wie vor unklar ist. Es ist wichtig, schnellstmöglich wieder Investitionssicherheit zu schaffen.
Die Verlängerung der Rücknahmeaussetzung ermöglicht, ohne Zeit- und Preisdruck Massnahmen zur nachhaltigen Stärkung der Liquidität der genannten Fonds durchzuführen. Dazu sollen Immobilien veräussert werden. Bei den Verkäufen achtet die Mehrzahl der Fonds neben einem attraktiven Verkaufserlös darauf, dass die Liegenschaften einen Querschnitt des Portfolios bilden. Priorität hat stets der Erhalt der Qualität des Fonds und nicht allein die zeitliche Komponente, schreibt die Credit Suisse in eigener Sache.
Wer Anteile eines offenen Immobilienfonds hält, der vorübergehend deren Rücknahme ausgesetzt hat, kann diese über die Börse verkaufen. Das sollte man aber nur tun, wenn man dringend auf dieses Geld angewiesen ist: Die Verkaufskurse liegen mehrheitlich zwischen fünf und zehn Prozent unter dem vom Fonds berechneten Nettoinventarwert. Die Graubündner Kantonalbank sieht daher innerhalb ihrer Anlagestrategie bewusst von einem Verkauf der Anteile „CS Euroreal“ ab und wartet ab, welche Regelungen in den kommenden Monaten für die offenen Immobilienfonds in Deutschland getroffen werden.

