Schweizer Exportwirtschaft im Umfeld eines starken Franken

von Hanspeter Dolf am 12. August 2010 · Kein Kommentar

Im Herbst 2007 war der Schweizer Franken gegenüber dem Euro um gut 20% billiger.  Eine solche Bewegung ist ungewöhnlich und es stellt sich unweigerlich die Frage ob eine solch starke Aufwertung in so kurzer Zeit für die schweizerische Vokswirtschaft verkraftbar ist.

In der Schweiz belief sich der Exportanteil in die Eurozone  im Jahre 2009 auf gut 50% des BIP.  Bekanntlich nimmt der Euroraum im Güterhandel mit der Schweiz eine dominierende Stellung ein. Jedoch: Dieser Handel ist bei den den Importen in die Schweiz höher als bei den Exporten aus der Schweiz. Ungefähr drei Viertel der schweizerischen Importe stammen aus Staaten der Eurozone, aber nur gut die Hälfte der Exporte geht auch in diese Staaten. Die Bilanz des schweizerischen Güterhandels mit der Eurozone, allen voran Deutschland, ist folglich negativ, obwohl die Schweiz übers Ganze gesehen Handelsbilanzüberschüsse erzielt. Die Ueberschüsse werden mit den entferteren Handelspartnern erwirtschaftet wie den OPEC-Staaten über Nord- und Südamerika, Südostasien, Japan und Australien. Vor diesem Hintergrund kann die Bedeutung des Wechselkurses Euro / Schweizerfranken etwas relativiert werden.

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