Überblick einzelner Märkte im 2. Quartal 2011

von David Gartmann am 7. Juli 2011 · Kein Kommentar

Die globalen Finanzmärkte standen im zweiten Quartal im Banne der erneuten Eskalation der Euro-Schuldenkrise sowie dem überraschenden Einbruch vieler Frühindikatoren. In diesem Umfeld konnten vor allem Anleihen erstklassiger Schuldner überzeugen. Im Gegensatz dazu haben sich Investments in Aktien oder Rohstoffe nicht ausbezahlt. Den grössten Einfluss auf die Portfoliorendite hatte allerdings erneut die Entwicklung des Euros und des US-Dollars.

Nachdem bereits das erste Quartal für viele Anleger enttäuschend verlaufen ist, bringt auch das zweite Quartal keine überzeugenden Renditen. Schweizer Anleger konnten von Ende März bis Ende Juni zwar mit Anlagen in CHF-Obligationen sowie Schweizer Immobilien positive Erträge von mehrheitlich rund 2% erzielen. Auf der anderen Seite haben sämtliche  risikobehafteten Anlagen – vor allem wegen den Verlusten des US-Dollars und des Euros – enttäuscht.

Die Spannungen um Griechenland und konjunkturelle Schwächezeichen liessen die Zinsen erstklassiger Staatsanleihen weiter nach unten gleiten. Obligationen von Schuldnern mit hoher Bonität weisen daher im zweiten Quartal eine positive Rendite von rund 2% aus.

Im Gegensatz zu Obligationenanlagen haben sich Investments in risikoreicheren Anlagen wie Aktien oder Rohstoffe nicht ausbezahlt. Ein globales Aktienportfolio, gemessen am Index „MSCI Welt“ hat von April bis Juni in Lokalwährung rund 0,6% eingebüsst.

Noch mehr korrigiert haben Rohstoffanlagen.

Den grössten Einfluss auf die Portfoliorendite hatte allerdings – wie den obigen Performancetabellen entnommen werden kann – die Entwicklung einzelner Währungen. So hat sich der Schweizerfranken alleine im zweiten Quartal gegenüber dem US-Dollar um 8% bzw. gegenüber dem Euro um 6% aufgewertet.

Wir gehen davon aus, dass die Probleme in Griechenland und anderen EU-Ländern lösbar sind und in der Summe keinen grossen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben. Dies wiederum bedeutet, dass die 2009 gestartete Erholung der Weltwirtschaft sich fortsetzt. Da die Zinsen zudem auf einem historisch tiefen Niveau notieren, sind wir in unserer Anlagestrategie weiter in Obligationen unter- sowie  in Aktien und der Liquidität übergewichtet.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel: