Fremdwährungsrisiken tragen zu einem grossen Teil zur Volatilität eines international diversfizierten Portfolios bei. Insbesondere in diesem Jahr haben Schweizer Anleger mit Fremdwährungspositionen eine schlechte Performance erzielt, wenn sie diese nicht abgesichert haben. Wie hoch sollen aber Fremdwährungsrisiken in einem diversifizierten Portfolio sein oder empfiehlt es sich gar ganz auf sie zu verzichten?
Währungen bieten im Gegensatz zu Aktien oder Obligationen keine Risikoprämien. Liegen die Zinsen im Ausland über den Zinsen im Inland, so wird die Fremdwährung langfristig abwerten und diese Abwertung wird genau den erzielten Zinsvorteil kompensieren. Langfristig erhöhen daher Fremdwährungsobligationen in einem Portfolio die Volatilität und damit das Risiko, ohne dass der Ertrag gesteigert wird. Kurzfristig können sie auch zu markanten Verlusten im Portfolio beitragen. So hat man mit Euro-Obligationen in Euro in diesem Jahr rund 6% verdient, als CHF-Investor hingegen belief sich der Verlust auf knapp 8%, weil der Euro gegenüber dem CHF seit Jahresanfang um mehr als 13% abgwertet hat. Es gibt zwar gute Gründe, Fremdwährungsobligationen trotzdem nicht zu meiden, wie z.B. die Ausweitung des Investitionsuniversums, allerdings sollte das Währungsrisiko in der Regel immer abgesichert werden.
Auf der Aktienseite hingegen wird mittel- bis langfristig nicht automatisch die Out- bzw. Underperformance zum Schweizer Pendants durch Währungsbewegungen ausgeglichen. Von daher erhöhen Fremdwährungsaktien die Diversifikation und verbessern das Rendite- / Risikoverhältnis in einem Portfolio. Eine Währungsabsicherung ist auch auf der Aktienseite von Fall zu Fall in Betracht zu ziehen. Es gibt allerdings keine Faustregel, wie hoch die Fremdwährungsrisiken in einem Portfolio sein sollen.
Wir empfehlen Investoren Fremdwährungsrisiken im Portfolio nur dort einzugehen, wo eine erhöhte Diversifikation zu einer Verbesserung des Rendite- / Risikoverhältnis führt. Auf der Obligationenseite ist das nicht der Fall, und Fremdwährungsrisiken sollten daher grösstenteils gemieden werden.

