Wandelanleihen können das Rendite-Risiko-Verhältnis eines Portfolios verbessern. Sie sind bei Anlegern – besonders in der taktischen Asset Allocation – sehr beliebt. Aufgrund der überzeugenden Vorteile erwägen wir eine strategische Verankerung von Wandelanleihen in der GKB Anlagestrategie. Für eine strategische Quote spricht insbesondere der hybride Charakter der Wandelanleihen, welcher einen gewissen „Timing-Mechanismus“ verleiht.
Angesichts aktueller Sorgen über Korrekturen an den Aktien- und Obligationenmärkten sind Wandelanleihen für Investoren eine attraktive Anlagealternative mit hervorragenden Rendite- und Risikoeigenschaften. Von ihrer Charakteristik her sind sie „ein Fall für Zwei“: Einerseits erhalten Investoren einen stetigen Ertragsfluss sowie die Nominalrückzahlung aus einer Anleihe; andererseits partizipieren sie an steigenden Aktienkursen bei gleichzeitig begrenztem Risiko.
Investoren, die Investments in festverzinslichen Wertpapieren bevorzugen, können durch die taktische Beimischung von Wandelanleihen eine dynamische Komponente in ihre strategische Asset Allocation einbringen. Indirekt partizipieren sie von steigenden Aktienkursen und erhöhen dadurch ihre erwartete Portfoliorendite.
Anleger, die Investments in Aktien bevorzugen, können über die taktische Beimischung von Wandelanleihen eine eher defensive Komponente in ihre strategische Ausrichtung einbringen. Sie partizipieren an steigenden Aktienkursen bei einer gleichzeitigen Abfederung von Verlusten bei sinkenden Aktienkursen.
Nebst dem Einsatz in der taktischen Asset Allocation bieten Wandelanleihen mit hybridem Charakter aber auch Vorteile als Teil der strategischen Asset Allocation. Wandelanleihen werden dabei als eigenständige Anlageklasse betrachtet und stellen eine Alternative zu Aktien, Obligationen, Immobilien und Rohstoffen dar. Ein solches Vorgehen wird untermauert von Studien, die aufzeigen, dass Wandelanleihen im langfristigen Vergleich mit anderen Anlageklassen sehr gut abschneiden. Über einen Zeitraum von 15 Jahren haben Wandelanleihen sowohl Aktien als auch Anleihen nachweislich kontinuierlich outperformed. Dabei ist ihre Asymmetrie ausschlaggebend: Bei einer durchschnittlichen Investmentdauer von drei Jahren beweist sich die These, dass Wandelanleihen zwei Drittel der Aufwärtsbewegung einer Aktie mitmachen, aber nur ein Drittel der Abwärtsbewegung.
Ein fester Platz in einer Anlagestrategie erscheint durchaus als sinnvoll. Die Gründe, welche für Wandelanleihen als Bestandteil der strategischen Asset Allocation sprechen, sind vielfältig:
- Wandelanleihen leisten einen positiven Beitrag zur Diversifikation eines Portfolios.
- Hybride Wandelanleihenfonds erreichen durch aktives Risikomanagement ein optimales Timing zwischen Aktien und Anleihen, was dem Portfolio vor allem in unsicheren Börsenzeiten Stabilität verleiht.
- Anleger profitieren bei Wandelanleihen einerseits von einem konstanten Zinsertrag, andererseits jedoch auch von steigenden Aktienkursen.
- Die Anlageklasse ermöglicht einen defensiven Einstieg in Aktien – das Kapital wird zumindest teilweise vor allfälligen Kursrückschlägen geschützt.
- Wandelanleihen sind weniger stark abhängig von Zinserhöhungen.
Dank der Asymmetrie sowie dem positiven Diversifikationsbeitrag sind Wandelanleihen gut zur Beimischung in einem Portfolio geeignet, da sie das Rendite-Risiko-Verhältnis verbessern. Eine strategische Verankerung der Anlageklasse im Portfolio macht unseres Erachtens Sinn. Offen bleibt die Frage nach der aktuellen Gewichtung – je nach Marktphase sollten Wandelanleihen über- oder untergewichtet werden. Aktuell halten wir Wandelanleihen als taktisches Investment (vgl. Anlageempfehlung Wandelanleihen). Wir werden im Herbst im Rahmen der jährlichen Überprüfung unserer Anlagestrategie über die Aufnahme von Wandelanleihen in die strategische Asset Allocation entscheiden.
